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Neuer Vermittlungsdienst für Mobilfunknummern in Planung

 Neuer Dienst soll auch bei Handynummern funktionieren, die nicht im Telefonbuch stehen.
(Quelle: www.teltarif.de) Seit vielen Jahren können Telefonnummern über verschiedene Auskunftsnummern nach dem Format 118xy abgefragt werden. Nun plant die Bundesnetzagentur einen neuen Service einzuführen, der zunächst ähnlich klingt, aber eine ganz andere Funktion haben soll. Demnach soll unter den Nummern 118000 bis 118009 ein Vermittlungsdienst für Handynummern eingeführt werden.
Funktionieren soll dieser Dienst so: Ein Mobilfunkkunde ist mit seiner Nummer nicht im Telefonbuch eingetragen. Durch den Dienst soll er für Dritte, die seine Nummer nicht kennen und diese nicht über die Auskunft erfahren können, dennoch anrufbar werden. Dabei wird aber die Handynummer jedoch nicht bekannt gegeben. Vielmehr ruft der Vermittlungsdienst hinter der 1180er-Nummer den Handykunden im Auftrag des Anrufers an und fragt nach, ob Gesprächsbedarf mit dem Anrufer besteht. Wenn ja, soll der Anruf durchgestellt werden.

Bundesnetzagentur will Stellungnahmen

Problematisch bei dem Vorhaben: Alle Handynutzer, die nicht im Telefonbuch stehen, sollen nach Planungen des Regulierers erst einmal über die Vermittlungsdienste anrufbar sein. Sie müssen aktiv widersprechen. Im Umkehrschluss heißt das, dass plötzlich alle Politiker, Prominenten und sonstige im öffentlichen Leben stehenden Personen erreicht werden können. Sie müssten dem Ganzen erst widersprechen. Allerdings: Ein Anruf bei dem gewünschten Teilnehmer soll nur dann erfolgen, wenn dieser in die telefonische Übermittlung eines Gesprächswunsches vorher ausdrücklich eingewilligt hat. Sonst wird die Benachrichtigung vermutlich auf anderem Wege, etwa per SMS erfolgen.
Bestehende Auskunftdienstebetreiber können diesen Dienst auch über ihre bereits geschalteten Nummern realisieren, sofern dieser Dienst kommt. Ob und wann der Dienst kommt, ist abhängig von den Stellungnahmen, die die Bundesnetzagentur zu diesem Thema wünscht. Jedermann kann sich dafür an das Referat 117 der Bundesnetzagentur in Bonn wenden. Stichtag ist der 7. Juli, danach werden die Stellungnahmen ausgewertet und in einen neuen Entwurf des Nummernplans eingearbeitet.

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